Bad Rheinburg ist eine fiktive Stadt am Rhein im Jahr 1969. Die letzen Dampfschläge hallen durch das Mittelrheintal, während die Zeichen schon deutlich auf „Moderne“ stehen.
thema
Bad Rheinburg ist ein eher kleiner Abzweigungsbahnhof mit stattlichem Empfangsgebäude. Neben der durchgehenden elektrifizierten linken Rheinstrecke, die sich in einem langgezogenen Bogen über die Lahse-Mündung in Richtung Bad Rheinburg windet, zweigt von hier die Steilstrecke nach Kasborn ab. Neben zurückgehendem Personenverkehr dient sie den nahegelegenen Basaltsteinbrüchen zum Abtransport ihrer Produkte. Das Brecherwerk in Nähe des Bahnhofs Kasborn hat hierzu einen eigenen Anschluss.

An einem heißen Augustnachmittag im Jahr 1969 zieht 55 4192 des BW Köln Gremberg 10 Muldenkippwagen mit Basaltsplitt aus den Steinbrüchen des Westerwaldes über die Brücke an der Lahsemündung durchs Rheintal. Die Lahse führt aufgrund der Trockenheit nur wenig Wasser – und so ist das darunterliegende Autowrack für einige Zeit wieder gut sichtbar. Vor rund zehn Jahre hatte ein unglücklicher Autofahrer hier auf dem Rückweg von der Kneipe in Bad Rheinburg gedacht, es sei eine treffliche Abkürzung seines Heimweges, die stahlbeplankte Eisenbahnbrücke mit dem Auto zu befahren. Es stand damals sogar im Bad Rheinburger Tagblatt.
betrieb
Hier dominieren authentische Garnituren, die um 1969 im Rheintal unterwegs waren. Gelegentliche Risse im Raum-Zeit-Kontinuum mit Zeitsprüngen nach 1989 oder 2019 können vorkommen.

Wachtmeister Korittke hat es Egon Palm schon dutzende Male erklärt: Nur weil es sein Buchhandel ist, bedeutet es nicht, dass er unmittelbar vor dem Geschäft auf dem Bürgersteig parken darf.
Er will es nicht verstehen! Also klemmt Korittke heute schon wieder einen kleinen bunten Zettel
hinter den Scheibenwischer von Palms Alfa.
aufbau & technik
- zweigleisige elektrifizierte Hauptstrecke
- stationäre Anlage auf 30qm
- eingleise Nebenbahn auf Steilstrecke
- Schattenbahnhöfe mit insges. 30 Gleisen
- H0 (1:87) Dreileiter, Digitalbetrieb (Märklin CS3 & TrainController 8)
- Bauzeit: seit 2015

Schon seit Anfang des Jahres verkehrt hier keine Straßenbahn mehr. Die Fahrleitung ist teilweise bereits abgebaut.

Der Uerdinger schiebt seinen Beiwagen die steile Rampe nach Kasborn hinauf.
Die 57 ‰-Steigung verlangt seinem Diesel alles ab, und das röhren des Büssing-Motors ist weit ins Tal zu hören.